Article: Merch für deine Band: So startest du ohne Risiko

Merch für deine Band: So startest du ohne Risiko
Merch ist für viele Bands die verlässlichste Einnahmequelle neben der Gage. Der Haken war früher die Vorleistung: Siebdruck rechnet sich erst ab einer gewissen Stückzahl, also bestellt man hundert Shirts und hofft, sie loszuwerden. Beim Direktdruck fällt diese Rechnung weg. Dieser Artikel zeigt, wie eine Band ohne Lagerrisiko startet, welche Erstauflage realistisch ist, welche Blanks sich lohnen und was ein Shirt tatsächlich kostet.
Warum Direktdruck für Bands das kleinere Risiko ist
Beim DTG-Druck wird die Tinte direkt ins Gewebe gedruckt, ohne Siebe und ohne Einrichtekosten pro Farbe. Das ändert die Kalkulation grundlegend. Beim Siebdruck zahlst du die Einrichtung einmal und musst sie über die Auflage verteilen, deshalb wird dort erst ab vielen Shirts ein sinnvoller Stückpreis erreicht. Beim Direktdruck kostet das zehnte Shirt dasselbe wie das erste. Für eine Band heißt das: Du kannst mit zehn Stück anfangen, schauen wie es läuft, und nachbestellen, statt eine Kiste unverkaufter Größen im Proberaum zu lagern.
Local Print Department druckt ab einem Stück, ohne Mindestbestellmenge und ohne Einrichtekosten pro Motiv.
Ein mehrfarbiges Motiv kostet nicht mehr
Beim Siebdruck bedeutet jede zusätzliche Farbe ein weiteres Sieb und damit höhere Kosten. Beim Direktdruck spielt die Farbanzahl für den Preis keine Rolle, weil die Maschine das gesamte Motiv in einem Durchgang druckt. Ein aufwendiges Albumcover mit Verläufen wird genauso abgerechnet wie ein einfarbiger Schriftzug. Gerade für Bands ist das relevant, weil Artwork selten einfarbig gedacht ist.
Wie viele Shirts du wirklich brauchst
Rechne nicht nach Hoffnung, sondern nach Publikum. Eine brauchbare Faustregel aus dem Livegeschäft: Von hundert Zuschauern kauft ein kleiner einstelliger Prozentsatz Merch. Bei einem Konzert vor hundert Leuten reden wir also über eine Handvoll Shirts, nicht über fünfzig. Für die erste Auflage heißt das: lieber zehn bis zwanzig Stück, dafür in den Größen, die tatsächlich gefragt sind. Nachbestellen geht ohne Aufschlag, weil keine Einrichtung anfällt.
Größen richtig verteilen
Der häufigste Fehler ist eine gleichmäßige Verteilung über alle Größen. In der Praxis konzentriert sich der Absatz auf die mittleren Größen. Wer zwanzig Shirts bestellt, fährt mit einem Schwerpunkt auf M, L und XL meist besser als mit je vier Stück von XS bis XXL. Was übrig bleibt, blockiert Kapital und Platz.
Welche Blanks sich für Bandmerch eignen
Local Print Department führt AS Colour als Hauptsortiment. Zwei Modelle decken die meisten Bandprojekte ab.
- AS Colour 5030 Box Tee: 240 GSM, lockerer Schnitt. Der günstigere Einstieg, gut für die erste Auflage und für Sommertouren.
- AS Colour 5080 Heavy Tee: 280 GSM, oversized mit überschnittenen Schultern. Der schwerere Stoff wirkt hochwertiger und hält mehr Wäschen aus.
Beide bestehen aus reiner Baumwolle und sind damit ideal für Direktdruck. Wenn dein Artwork viele feine Details hat, ist der schwerere Stoff die etwas sicherere Fläche. Das gesamte Sortiment steht in der AS-Colour-Kollektion.
Warum die Stoffqualität bei Merch zählt
Ein Bandshirt wird nicht einmal getragen, sondern jahrelang. Es ist Erinnerung an einen Abend und gleichzeitig Werbung, die herumläuft. Ein dünnes Shirt, das nach fünf Wäschen die Form verliert, arbeitet gegen die Band. Deshalb ist der Aufpreis für schwerere Baumwolle bei Merch besser investiert als bei kurzlebigen Aktionsshirts.
Artwork druckfertig machen
Bandlogos und Albumcover sind oft für den Bildschirm gebaut, nicht für den Druck. Zwei Dinge entscheiden über das Ergebnis: ausreichende Auflösung und ein freigestellter Hintergrund. Ein Motiv, das im Web scharf aussieht, kann auf 30 Zentimetern Breite unscharf werden. Wie du das prüfst und was du vorbereiten musst, steht im Beitrag zur richtigen Druckauflösung. Wenn dein Artwork von einem Grafiker stammt, frag nach der Druckdatei, nicht nach der Version fürs Cover.
Was ein Bandshirt kostet
Die Blankpreise gelten ohne Veredelung. Der Druck kommt pro bedruckter Seite dazu und kostet acht Euro. Brust und Rücken zusammen sind also sechzehn Euro Aufschlag, nicht acht. Gerade bei Merch ist das relevant, weil das klassische Bandshirt vorne das Logo und hinten die Tourdaten trägt.
- AS Colour 5030 Box Tee: 21,25 Euro unbedruckt, 29,25 Euro mit einer bedruckten Seite, 37,25 Euro mit beiden.
- AS Colour 5080 Heavy Tee: 23,00 Euro unbedruckt, 31,00 Euro mit einer bedruckten Seite, 39,00 Euro mit beiden.
Das sind Einzelstückpreise. Bei größeren Mengen sinkt der Stückpreis über eine Mengenstaffel, die schon bei kleinen Auflagen greift. Der konkrete Preis wird im Onlinedesigner angezeigt, sobald die Stückzahl steht. Wer eine Tour plant, bündelt die Menge in einem Auftrag statt in mehreren.
Was am Merch-Tisch übrig bleibt
Rechne rückwärts statt vorwärts. Wenn ein Shirt am Merch-Tisch für einen üblichen Konzertpreis weggeht, liegt zwischen Einkauf und Verkauf die Spanne, aus der Spritgeld, Proberaum oder die nächste Aufnahme finanziert werden. Je genauer du die Erstauflage triffst, desto mehr davon bleibt tatsächlich übrig. Eine zu große Bestellung frisst die Spanne auf, auch wenn der Stückpreis niedriger aussieht.
Merch über die Tour hinaus
Wenn du dauerhaft verkaufen willst, ohne Kisten zu lagern, gibt es den Weg über Print on Demand. Dabei wird jedes Teil erst produziert, wenn es bestellt wurde, und direkt an den Käufer geschickt. Du legst kein Kapital in Vorproduktion und hast kein Restrisiko bei Größen, die sich nicht verkaufen. Wie das bei Local Print Department läuft, steht auf der Seite zum Print-on-Demand-Fulfillment. Für Bands mit eigenem Shop ist das oft sinnvoller als ein zweiter Karton im Proberaum.
Local Print Department produziert in Schweinfurt im eigenen Haus, sowohl für einzelne Auflagen als auch für laufendes Print-on-Demand-Fulfillment.
Häufige Fragen zu Bandmerch
Ab welcher Stückzahl lohnt sich Merch für eine Band?
Es gibt keine Untergrenze. Weil beim Direktdruck keine Einrichtekosten anfallen, ist auch eine Erstauflage von zehn Shirts sinnvoll. Für den Start ist das oft die klügere Entscheidung als hundert Stück auf Verdacht.
Kann ich verschiedene Motive in einer Bestellung mischen?
Ja. Jedes Teil wird einzeln bedruckt, deshalb kannst du in einem Auftrag unterschiedliche Motive kombinieren, etwa Tourshirt und Albumcover.
Was kostet ein bedrucktes Bandshirt?
Beim 5030 Box Tee liegt ein Einzelstück mit einer bedruckten Seite bei 29,25 Euro, mit Druck vorne und hinten bei 37,25 Euro. Beim schwereren 5080 Heavy Tee sind es 31,00 beziehungsweise 39,00 Euro. Bei größeren Mengen sinkt der Stückpreis.
Wie lange hält der Druck bei häufigem Waschen?
Bei sachgemäßer Pflege überstehen DTG-Drucke viele Wäschen. Auf links waschen, maximal 30 Grad, kein Weichspüler, nicht in den Trockner. Gebügelt wird auf der Rückseite oder mit einem Tuch dazwischen, nie direkt auf dem Motiv.
Kann ich auch Hoodies fürs Winterset bedrucken lassen?
Ja, Hoodies werden im selben Verfahren bedruckt. Bei Modellen mit Kängurutasche bleibt der Brustdruck oberhalb der Tasche, weil der Stoff dort doppelt liegt und ein Motiv sonst eine sichtbare Kante bekommt.
Brauche ich für einen eigenen Merch-Shop eine Mindestbestellung?
Nein. Beim Print-on-Demand-Fulfillment wird jedes Teil erst nach der Bestellung produziert und direkt versendet. Es gibt keine Vorproduktion und keine Mindestabnahme.
So startest du
Für die erste Auflage führt der schnellste Weg über den Onlinedesigner: Textil wählen, Artwork hochladen, Position festlegen, Preis steht sofort. Für Tourmengen, mehrere Motive oder Sonderwünsche wie Stickerei lohnt eine Anfrage mit konkreter Stückzahl über die Kontaktseite. Welches Druckverfahren bei welcher Auflage sinnvoll ist, steht ausführlich im Vergleich DTG-Druck gegen Siebdruck.





