Artikel: DTG-Druck vs. Siebdruck: Was ist besser für dein Projekt?

DTG-Druck vs. Siebdruck: Was ist besser für dein Projekt?
Wer Textilien bedrucken will, steht früher oder später vor der Frage: DTG oder Siebdruck? Beide Verfahren haben ihre Berechtigung, aber für die meisten Projekte heute ist DTG die deutlich smartere Wahl. Wir erklären warum.
Warum DTG-Druck die Zukunft ist
Direct-to-Garment funktioniert im Prinzip wie ein Tintenstrahldrucker, nur eben auf Stoff. Die Tinte wird direkt ins Gewebe gedruckt und wird Teil der Faser. Das Ergebnis: fotorealistische Motive, feine Farbverläufe, weicher Griff. Kein Auftragen, kein Aufkleben. Der Druck ist das Shirt.
Der größte Vorteil: Kein Setup, keine Mindestmenge. Ob du ein einzelnes Sample brauchst oder zwanzig verschiedene Designs drucken willst, der Aufwand bleibt gleich. Das hat die Spielregeln für Creator, Brands und Streetwear-Labels komplett verändert.
- Ab 1 Stück ohne Mindestbestellwert, ideal für Samples und Kleinserien
- Unbegrenzte Farben für komplexe Artworks, Fotos und Verläufe
- Schnelle Umsetzung von der Datei aufs Shirt ohne Vorlaufzeit
- Print-on-Demand ready weil jedes Stück ein anderes Motiv tragen kann
- Wasserbasierte Tinten und damit umweltfreundlicher als viele Alternativen
DTG hat das Spielfeld geöffnet. Heute kann jeder mit einer guten Idee seine eigene Marke starten, ohne 500 Shirts vorproduzieren zu müssen.
Worauf es bei DTG ankommt
Die Qualität steht und fällt mit dem Equipment und den Blanks. Hochwertige DTG-Drucker auf Premium-Baumwolle wie AS Colour liefern Ergebnisse, die sich hinter keinem Siebdruck verstecken müssen. Bei Billig-Equipment und minderwertigen Blanks sieht das anders aus, aber das gilt für jede Technik.
Am besten funktioniert DTG auf Baumwolle und Baumwoll-Mischgewebe. Für reine Polyester-Stoffe gibt es mittlerweile DTF (Direct-to-Film) als Ergänzung.
Siebdruck: Wann er trotzdem Sinn macht
Siebdruck ist Handwerk mit Geschichte. Jede Farbe bekommt ein eigenes Sieb, jeder Druck wird einzeln gepresst. Supreme, Palace, Stüssy: viele große Streetwear-Marken nutzen Siebdruck für ihre Massenproduktionen.
Der Vorteil: Bei großen Stückzahlen ab 500+ wird der Einzelpreis unschlagbar günstig. Außerdem sind Spezialeffekte wie Metallic, Neon oder Puff-Print möglich, die DTG nicht kann.
Die Nachteile von Siebdruck
Jede Farbe braucht ein eigenes Sieb. Mehr Farben bedeutet mehr Zeit und höhere Setup-Kosten. Unter 50 Stück ist es wirtschaftlich selten sinnvoll. Änderungen am Design? Neues Sieb, neue Kosten. Und fotorealistische Drucke funktionieren im Siebdruck schlicht nicht.
Der Vergleich
| Kriterium | DTG-Druck | Siebdruck |
|---|---|---|
| Mindestmenge | Ab 1 Stück | Ab 50 Stück sinnvoll |
| Farbanzahl | Unbegrenzt | Praktisch 1–4 Farben |
| Stückkosten | Konstant, planbar | Sinken mit Menge |
| Setup-Kosten | Keine | Pro Farbe / pro Sieb |
| Haltbarkeit | Sehr gut | Sehr gut |
| Detailgrad | Fotografisch | Grafisch optimal |
| Produktionszeit | 1–3 Tage | 5–14 Tage |
| Ideal für | Creator, PoD, Brands | Großauflagen, Merch-Runs |
Unsere Empfehlung
Für die meisten Projekte heute ist DTG die bessere Wahl. Keine Mindestmengen, volle Designfreiheit, schnelle Umsetzung. Besonders wenn du eine eigene Marke startest, Print-on-Demand nutzt oder Designs mit vielen Farben und Details drucken willst.
Siebdruck hat seine Berechtigung bei großen Auflagen ab 500+ Stück mit wenigen Farben. Aber für alles darunter führt kein Weg an DTG vorbei.
Bei Local Print Department setzen wir auf modernste DTG-Technologie, kombiniert mit AS Colour Premium-Blanks. Weil Qualität nicht beim Design aufhört, sondern beim Druck anfängt.





